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Schieferbruch Kromer

Schieferbruch Kromer

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Am Schieferbruch, 73275 Ohmden, Deutschland
9.4 (206 Bewertungen)

Der Schieferbruch Kromer in Ohmden bietet eine faszinierende Abweichung vom typischen Familienausflug. Es handelt sich nicht um einen polierten Erlebnispark, sondern um eine authentische, aktive Fundstätte, die Besuchern die Möglichkeit gibt, selbst zu Hammer und Meißel zu greifen und nach 180 Millionen Jahre alten Fossilien zu suchen. Diese praktische Erfahrung macht den Ort zu einem unvergesslichen Ziel, insbesondere für Familien, Hobby-Geologen und alle, die eine Pause vom Digitalen suchen und stattdessen in die Erdgeschichte eintauchen möchten.

Ein Paradies für Schatzsucher: Die Faszination des Findens

Das wohl größte Verkaufsargument des Schieferbruchs Kromer ist die hohe Erfolgswahrscheinlichkeit. Anders als bei vielen anderen Suchen, bei denen man oft leer ausgeht, ist es hier fast garantiert, dass jeder Besucher, ob groß oder klein, fündig wird. Die häufigsten Funde sind Ammoniten, die oft in einem wunderschönen, golden schimmernden Pyrit erhalten sind, sowie Belemniten (Donnerkeile) und versteinerte Muscheln. Diese hohe Funddichte sorgt für anhaltende Motivation und Begeisterung, besonders bei Kindern, die das Erlebnis als echte Schatzsuche empfinden. Berichte von Besuchern bestätigen, dass die Zeit wie im Flug vergeht, während man Schieferplatte um Schieferplatte spaltet, immer in der Hoffnung auf den nächsten großen Fund. Viele Familien verbringen hier problemlos drei bis vier Stunden, ohne dass Langeweile aufkommt.

Ein weiterer positiver Aspekt ist die Großzügigkeit des Betreibers: Die selbst gefundenen Schätze dürfen kostenlos mit nach Hause genommen werden. Dies schafft einen bleibenden Wert und eine greifbare Erinnerung an den Tag. Der Betreiber, Ralf Kromer, wird in vielen Erfahrungsberichten als äußerst freundlich und hilfsbereit beschrieben. Er gibt gerne Tipps zur richtigen Technik und zur anschließenden Konservierung der empfindlichen Fossilien, was das Erlebnis zusätzlich bereichert.

Lernort und Abenteuerspielplatz in einem

Der Schieferbruch ist mehr als nur ein Ort zum Klopfen. Er ist eine aktive Abbaustätte, was bedeutet, dass immer wieder frisches Gestein freigelegt wird und die Chancen auf gute Funde konstant bleiben. Besucher haben hier die seltene Gelegenheit, Paläontologen bei ihrer professionellen Arbeit zu beobachten, was dem Ganzen eine zusätzliche Ebene der Authentizität und des Lernens verleiht. Man ist nicht nur Tourist, sondern Teil eines echten wissenschaftlichen Umfelds. Die Fossilien stammen aus dem Posidonienschiefer der Jurazeit, und ein Besuch hier ist eine lebendige Geschichtsstunde, die weit mehr Eindruck hinterlässt als jedes Museumsexponat hinter Glas. Die fairen Eintrittspreise – laut offizieller Webseite 4,00 € für Erwachsene und 2,50 € für Kinder – machen den Ausflug zudem zu einer erschwinglichen Option für Familien.

Wichtige Planungshinweise: Die rustikale Realität

Trotz der vielen positiven Aspekte ist es entscheidend, mit den richtigen Erwartungen anzureisen. Der Schieferbruch Kromer ist ein naturbelassener Ort mit einer sehr begrenzten Infrastruktur. Einer der am häufigsten genannten Kritikpunkte betrifft die sanitären Anlagen. Es stehen lediglich Dixi-Toiletten zur Verfügung, und es gibt keine Möglichkeit zum Händewaschen. Dies ist ein erheblicher Nachteil, insbesondere für Familien mit kleinen Kindern, und sollte bei der Planung unbedingt berücksichtigt werden.

Des Weiteren gibt es vor Ort keine Verpflegungsmöglichkeiten, abgesehen von einem Eiswagen, der gelegentlich vorbeikommt. Besucher müssen daher zwingend eigenes Proviant, insbesondere ausreichend Getränke, mitbringen. Die Vorbereitung der richtigen Ausrüstung ist ebenfalls essenziell:

  • Kleidung: Robuste Kleidung, die schmutzig werden darf, ist ein Muss. Der feine Schieferstaub setzt sich überall fest.
  • Schuhwerk: Feste, geschlossene Schuhe sind aus Sicherheitsgründen unerlässlich. Das Gelände ist uneben und von scharfkantigen Steinen übersät.
  • Werkzeug: Hammer und Meißel können gegen eine geringe Gebühr (ca. 1,50 €) ausgeliehen werden. Wer jedoch ambitioniertere Pläne hat und größere Platten spalten möchte, sollte in Erwägung ziehen, eigenes, stabileres Werkzeug mitzubringen.
  • Zusatzausrüstung: Ein Eimer oder eine stabile Tasche zum Transport der Funde, Handschuhe zum Schutz der Hände, eine Schutzbrille und an sonnigen Tagen unbedingt Sonnenschutz (Hut, Sonnencreme) sind sehr zu empfehlen.

Die Arbeit im Steinbruch ist zudem körperlich anstrengend. Das ständige Hämmern und Bücken kann ermüdend sein, auch wenn man es im Eifer des Gefechts vielleicht nicht sofort bemerkt.

Ein ideales Ziel für den Reisemobil Urlaub

Für Reisende, die mit dem Wohnmobil unterwegs sind, stellt der Schieferbruch Kromer ein exzellentes und unkonventionelles Ausflugsziel dar. Wer sich für das Wohnmobil mieten in Stuttgart oder Umgebung entscheidet, findet hier eine perfekte Tagesaktivität, die Natur, Abenteuer und Bildung verbindet. Die Anfahrt ist unkompliziert, und ein Parkplatz befindet sich in unmittelbarer Nähe. Die selbstversorgende Natur des Campinglebens passt ideal zu den Gegebenheiten des Steinbruchs, da Proviant und Wasser ohnehin an Bord sind.

Eine Wohnmobil Tour Baden-Württemberg lässt sich hervorragend mit einem Stopp in Ohmden ergänzen. In der näheren Umgebung gibt es mehrere Campingplätze, die als Basis für weitere Erkundungen der Schwäbischen Alb dienen können. Die Kombination aus einem Vormittag voller Fossiliensuche und einem entspannten Nachmittag am oder im Camper bietet eine ausgewogene Urlaubserfahrung. Für preisbewusste Reisende, die nach Angeboten für günstig Wohnmobil mieten suchen, ist eine solche kostengünstige und zugleich spannende Aktivität eine willkommene Ergänzung der Reiseplanung. Es ist eines jener Ausflugsziele für Camper, die authentische Erlebnisse abseits der ausgetretenen Touristenpfade versprechen.

Fazit: Ein ungeschliffenes Juwel

Der Schieferbruch Kromer ist eine klare Empfehlung für alle, die ein echtes Abenteuer suchen und bereit sind, auf Komfort zu verzichten. Die Freude, ein 180 Millionen Jahre altes Fossil mit eigenen Händen aus dem Stein zu befreien, ist ein unvergleichliches Gefühl. Familien mit Kindern, Schulklassen und Hobby-Paläontologen werden hier voll auf ihre Kosten kommen. Wer jedoch moderne Annehmlichkeiten, saubere Toiletten und gastronomische Versorgung erwartet, wird enttäuscht sein. Es ist ein Ort, der Ehrlichkeit und Authentizität ausstrahlt – ein ungeschliffenes Juwel, das seine Besucher für ihre Mühe reichlich belohnt.

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