roadsurfer Freiburg

roadsurfer Freiburg

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Gündlingerstraße 38, 79241 Ihringen, Deutschland
Autohändler Geschäft Wohnmobilvermietung
8.4 (262 Bewertungen)

Roadsurfer Freiburg, mit seinem Standort in der Gündlingerstraße 38 in Ihringen, ist eine bekannte Anlaufstelle für alle, die in der Region Breisgau-Hochschwarzwald einen Campingbus mieten möchten. Das Unternehmen hat sich mit einer Flotte moderner und oft farbenfroh gestalteter Fahrzeuge einen Namen gemacht und spricht damit vor allem Reisende an, die einen flexiblen Urlaub mit Wohnmobil planen. Die angebotenen Modelle, darunter beliebte Fahrzeuge wie der VW California oder der geräumigere Grand California, versprechen ein zeitgemäßes Reiseerlebnis. Die Kundenerfahrungen der letzten Zeit zeichnen jedoch ein sehr gemischtes Bild, das potenzielle Mieter sorgfältig abwägen sollten.

Das Versprechen: Moderne Fahrzeuge und unkomplizierte Buchung

Auf dem Papier bietet Roadsurfer viele Vorteile, die für eine Wohnmobilvermietung sprechen. Der Online-Buchungsprozess wird als intuitiv und unkompliziert beschrieben. Die Fahrzeugflotte ist ein zentrales Verkaufsargument. Kunden können aus verschiedenen Modellen wählen, die für Paare, Familien oder Freundesgruppen konzipiert sind. Die Fahrzeuge sind in der Regel nicht älter als zwei Jahre und verfügen über eine moderne Ausstattung. Im Mietpreis ist oft eine Basisausstattung enthalten, die eine Küchenbox, einen Campingtisch und Stühle umfasst, was den Start in den Urlaub erleichtern soll. Die Lage in Ihringen ist zudem strategisch günstig für Reisen in den Schwarzwald, die nahegelegene Schweiz oder nach Frankreich.

Die Realität: Eine Analyse der Kundenkritik

Trotz des ansprechenden Konzepts häufen sich in jüngster Zeit kritische Berichte, die auf erhebliche Mängel in den Bereichen Fahrzeugzustand, Sauberkeit und Kundenservice hinweisen. Eine detaillierte Betrachtung der Erfahrungen zeigt wiederkehrende Problemfelder, die für jeden, der ein Reisemobil mieten möchte, von Bedeutung sind.

Fahrzeugzustand und Sauberkeit: Ein wiederkehrendes Problem

Ein zentraler und häufig genannter Kritikpunkt ist der unzureichende Zustand der Fahrzeuge bei der Übergabe. Mehrere Kunden berichten von mangelnder Hygiene. So wurden beispielsweise Sitze und Matratzen als stark fleckig beschrieben, was bei den Mietern Ekel hervorrief und eine Nutzung nur mit eigenen Auflagen ermöglichte. Auch die Küchenausstattung entsprach nicht den Erwartungen: verkratzte und milchige Plastikgläser sowie von der vorherigen Nutzung noch nasse Töpfe trüben den Eindruck. Kunden bemängeln, dass bei den verlangten Mietpreisen eine regelmäßige Erneuerung von günstigem Inventar zu erwarten wäre.

Neben der Sauberkeit werden auch technische und funktionale Mängel beanstandet. Berichte über defekte Fliegengitter, die laut Mitarbeitern aus Zeitmangel nicht repariert werden konnten, oder komplett unbrauchbare Tische, die aus der Verankerung gerissen waren, deuten auf eine nachlässige Wartung hin. In einem Fall war sogar der Abwassertank bei der Abholung nicht geleert, was tagelang zu einem unangenehmen Geruch im Fahrzeug führte. Solche Zustände stehen im krassen Widerspruch zum Image einer professionellen Wohnmobilvermietung.

Sicherheitsrelevante Mängel: Ein ernstes Anliegen

Besonders besorgniserregend sind die Berichte über sicherheitsrelevante Defizite. Mehrere Mieter geben an, Fahrzeuge mit stark abgefahrenen und sogar rissigen Reifen erhalten zu haben. Dies stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar und ist für ein Mietfahrzeug inakzeptabel. Ein weiterer Kunde berichtete von komplett verdrehten Sicherheitsgurten auf der Rückbank, was eine sichere Beförderung von Mitfahrern unmöglich machte – ein TÜV-relevanter Mangel. Hinzu kommen Fälle, in denen der fällige Fahrzeugservice bereits nach wenigen hundert Kilometern Fahrt aufleuchtete oder wichtige Fahrzeugpapiere bei der Abfahrt fehlten. Wer einen VW California mieten oder ein anderes Modell bucht, vertraut auf die technische Sicherheit des Fahrzeugs, ein Vertrauen, das durch solche Erfahrungen erschüttert wird.

Abholungs- und Rückgabeprozess: Zeitintensiv und unorganisiert

Der Start in den Urlaub wird für viele Kunden zu einer Geduldsprobe. Die Übergabe der Fahrzeuge dauert oft deutlich länger als geplant, mit Wartezeiten von bis zu zwei Stunden. Die Prozesse vor Ort werden als schlecht organisiert und die Mitarbeiter als teilweise planlos beschrieben, was zu Frustration führt. Oftmals handelt es sich um studentische Aushilfen, die mit der Fülle an Problemen überfordert scheinen.

Zu den organisatorischen Mängeln kommen grundlegende Versäumnisse hinzu. Fahrzeuge werden nicht vollständig vorbereitet übergeben: Ein fast leerer Benzintank, eine noch gefüllte Toilettenkassette vom Vormieter oder ein voller Frischwassertank, der aus hygienischen Gründen leer sein sollte, sind keine Seltenheit. Diese Nachlässigkeiten zwingen die Mieter dazu, die ersten Stunden ihres Urlaubs mit der Behebung von Versäumnissen des Vermieters zu verbringen.

Kundenservice und Kommunikation nach der Miete

Die Probleme enden für viele Kunden nicht mit der Rückgabe des Campers. Der Kundenservice wird als schwer bis gar nicht erreichbar beschrieben. Anrufe bei der Hotline führen oft nur zu dem Hinweis, eine E-Mail zu schreiben, auf die dann wochen- oder sogar monatelang keine substanzielle Antwort folgt. Dies wird besonders dann zum Problem, wenn es um finanzielle Forderungen geht.

Ein Beispiel ist der Fall einer Kundin, der nach einem ausgelaufenen Wasserfleck eine Reinigungsgebühr von 270 Euro in Rechnung gestellt wurde, obwohl bei der Rückgabe mündlich bestätigt wurde, dass alles in Ordnung sei. Ohne schriftlichen Beleg und bei einem nicht reagierenden Kundenservice sind Mieter hier in einer schwachen Position. Ähnlich verhält es sich mit Bearbeitungsgebühren für Verkehrsverstöße, die mit 19 Euro für die reine Weiterleitung einer E-Mail als unverhältnismäßig hoch empfunden werden. Die mangelnde Bereitschaft, auf gemeldete Mängel einzugehen oder bei strittigen Rechnungen eine kundenorientierte Lösung zu finden, ist ein durchgängiger Kritikpunkt.

Fazit und Empfehlungen für potenzielle Mieter

Die Entscheidung, bei Roadsurfer Freiburg ein Fahrzeug für den Urlaub mit Wohnmobil zu buchen, birgt sowohl Chancen als auch erhebliche Risiken. Das Unternehmen lockt mit einer modernen Flotte und einem einfachen Buchungssystem. Die gehäuften negativen Erfahrungsberichte der jüngeren Vergangenheit deuten jedoch auf tiefgreifende Probleme in der Qualitätskontrolle, der Fahrzeugwartung und im Kundenservice hin.

Potenziellen Kunden wird dringend geraten, bei der Fahrzeugübernahme äußerst wachsam zu sein:

  • Dokumentation: Fotografieren und filmen Sie den Zustand des Fahrzeugs innen und außen umfassend. Achten Sie dabei besonders auf Reifen, Sitze, den Zustand des Inventars und eventuelle Vorschäden.
  • Prüfliste: Kontrollieren Sie alle Funktionen des Fahrzeugs – von der Heizung über die Wasserversorgung bis hin zu den Sicherheitsgurten. Prüfen Sie die Füllstände von Benzin-, Wasser- und Abwassertanks sowie der Toilettenkassette.
  • Schriftlichkeit: Bestehen Sie darauf, dass alle vorhandenen Mängel, egal wie klein, detailliert im Übergabeprotokoll vermerkt werden. Lassen Sie sich auch bei der Rückgabe schriftlich bestätigen, dass das Fahrzeug ohne neue Mängel zurückgenommen wurde.

Wer sich für das Wohnmobil mieten bei diesem Anbieter entscheidet, sollte sich auf einen potenziell stressigen Start und mögliche Auseinandersetzungen nach der Reise einstellen. Die Diskrepanz zwischen dem modernen Markenauftritt und der von vielen Kunden erlebten Realität ist erheblich und sollte bei der Urlaubsplanung berücksichtigt werden.

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